Moment.
Mein Internet kommt aus dem All?
Ja. Statt über Kupfer, Glasfaser oder Mobilfunkmast kann die Verbindung auch über Satelliten laufen. Besonders spannend wird das dort, wo terrestrische Netze schwer oder teuer auszubauen sind.
Nicht jeder Internetsatellit fliegt gleich hoch.
Der Satellit scheint relativ zur Erdoberfläche an derselben Stelle zu stehen. Der lange Signalweg führt zu deutlich höherer Laufzeit.
Zieh den Regler nach links und rechts. Der Satellit bewegt sich sichtbar über den Himmel und die simulierte Signalstärke verändert sich.
Schick ein Signal ins All und zurück.
Der Rechner zeigt nur die theoretische Lichtlaufzeit für einen vereinfachten Weg Boden → Satellit → Boden → Satellit → Boden. Netzwerkverarbeitung und reale Routen kommen noch hinzu.
theoretische reine Signallaufzeit für den vereinfachten Vierfach-Höhenweg.
Warum LEO so interessant ist
Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn sind viel näher als geostationäre Satelliten. Dadurch sinkt die physikalisch bedingte Signallaufzeit erheblich.
Dafür braucht man viele Satelliten, weil ein einzelner LEO-Satellit nicht dauerhaft über derselben Stelle der Erde bleibt.
Nicht ein Satellit. Tausende bewegen sich über den Himmel.
Starlink ist das bekannteste Beispiel für modernes LEO-Satelliteninternet. Statt eines einzelnen Satelliten in rund 35.786 Kilometern Höhe nutzt das System eine große Konstellation wesentlich niedriger fliegender Satelliten. Dadurch wird der Signalweg kürzer – gleichzeitig muss die Verbindung laufend zwischen Satelliten beziehungsweise Funkzellen weitergereicht werden.
Näher an der Erde
Starlink-Satelliten arbeiten in niedrigen Erdumlaufbahnen. Der kürzere Weg hilft dabei, die physikalisch bedingte Signallaufzeit gegenüber GEO-Systemen deutlich zu reduzieren.
Eine Konstellation
Ein LEO-Satellit bleibt nicht über deinem Haus stehen. Deshalb arbeiten viele Satelliten zusammen und bilden ein bewegliches Netz um die Erde.
Antenne folgt dem Netz
Das Nutzerterminal kommuniziert mit verfügbaren Satelliten über dem Standort. Moderne Systeme organisieren den Wechsel weitgehend automatisch.
Kabel, Funkmast oder Weltraum.
Daten laufen als Licht durch Glasfasern. Sehr hohe Kapazität und geringe Latenz, aber Leitungen müssen bis zum Standort gebaut werden.
Die letzte Strecke läuft per Funk zu einer terrestrischen Basisstation. Das Netz dahinter nutzt wiederum Glasfaser und andere Backhaul-Techniken.
Die Funkstrecke führt zum Satelliten. Dadurch können auch abgelegene Orte ohne lokale Kabelanbindung erreicht werden.
Welche Umlaufbahn liegt ungefähr 35.786 km über dem Äquator?
Satelliteninternet in acht Antworten.
Wie funktioniert Satelliteninternet?
Eine Bodenstation beziehungsweise Nutzerantenne kommuniziert per Funk mit Satelliten. Von dort werden Daten über das Satellitennetz und Gateways mit dem terrestrischen Internet verbunden.
Was ist GEO?
GEO steht für geostationäre Erdumlaufbahn. Ein Satellit in rund 35.786 Kilometern Höhe über dem Äquator umläuft die Erde so, dass er von der Erde aus nahezu an derselben Position erscheint.
Was ist LEO?
LEO steht für Low Earth Orbit, also niedrige Erdumlaufbahn. Sie reicht grob von einigen hundert bis etwa 2.000 Kilometern Höhe.
Warum hat GEO-Satelliteninternet eine höhere Latenz?
Das Signal muss eine sehr große Entfernung zum Satelliten und zurück überwinden. Selbst elektromagnetische Wellen können die Lichtgeschwindigkeit nicht überschreiten.
Warum braucht LEO so viele Satelliten?
LEO-Satelliten bewegen sich relativ schnell über den Himmel und decken jeweils nur einen begrenzten Bereich ab. Konstellationen aus vielen Satelliten ermöglichen kontinuierliche Abdeckung.
Was ist Starlink?
Starlink ist ein Satelliteninternetdienst von SpaceX, der eine große Konstellation von Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen nutzt.
Ist Satelliteninternet überall verfügbar?
Die Verfügbarkeit hängt vom Anbieter, Land, regulatorischen Bedingungen, freier Sicht zum Himmel und vorhandener Netzkapazität ab.
Ersetzt Satelliteninternet Glasfaser?
Die Technologien lösen unterschiedliche Probleme. Glasfaser bietet sehr hohe feste Netzkapazität; Satelliteninternet kann besonders dort wertvoll sein, wo terrestrischer Ausbau schwierig ist.
Internet über der Erde.
ESA beschreibt die wichtigsten Orbittypen einschließlich GEO. Die Bundesnetzagentur informiert über Satellitenfunk und Frequenznutzung in Deutschland. Die FCC dokumentiert Satellitenkommunikation und Genehmigungsverfahren; Starlink beschreibt die Technik seiner LEO-Konstellation auf der eigenen Technologieseite.
ESA: Orbittypen · Starlink: Technologie · Bundesnetzagentur: Satellitenfunk · FCC: Satellite